ALFONS GRABER, 1901-1990

1901 − 1922 Geboren 1901 in Steinach am Brenner; ein Unfall bei einem Kindergartenausflug hat eine lebenslange Gehbehinderung zur Folge; Besuch der Realschule in Innsbruck.

1922 − 1924 Studium an der Münchner Akademie unter Carl Becker-Gundal; daneben Besuch der Privatschule Hoffmann; sein Werk ist vom expressionistischen Zeitstil geprägt.

1924 − 1929 Studium an der Wiener Akademie, zunächst unter Ferdinand Andri, ab 1925 unter Alois Delueg; 1926 Lehramtsdiplom für Kunsterziehung; 1929 Meisterschulpreis; schrittweise Hinwendung zu einer an den alten Meistern geschulten Malerei.

1929 − 1944 Lehrtätigkeit an einer Wiener Mittelschule; ab 1934 Mitglied des Wiener Künstlerhauses; 1935 erste große Werkspräsentation ebendort; 1936 bronzene Staatsmedaille für Radierungen und Monotypien ( die goldene geht an Anton Kolig, die silberne an Carl Moll); im selben Jahr auch Einzelausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum; 1943 Lederer Preis für drei Bilder, die in ihrer altmeisterlichen Auffassung der Kunstdoktrin der Zeit entsprechen.

1944 − 1990 Bei der Zerstörung der Wiener Wohnung 1944 gehen zahlreiche Frühwerke zugrunde; danach Rückkehr nach Steinach, wo Graber bis zu seinem Tod lebt und arbeitet; 1980 Augenleiden zwingt zur Aufgabe der künstlerischen Arbeit;

am 13. Oktober 1990 in Steinach gestorben; noch im selben Jahr Eröffnung des Alfons-Graber-Museums in Steinach durch eine 100 Werke umfassende Schenkung des Künstlers.

Text von Dr. Carl Kraus, Folder zur Eröffnung der Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum, Innsbruck 2001